Freitag, Mai 25, 2018

MAZ-Osterspaziergänger trotzten dem Wetter

Trotz Kälte und Regen war der MAZ-Osterspaziergang am Sonnabend in Dreetz wieder ein Erlebnis. Rund 100 Gäste folgten der Einladung zum Familienfest und zu den Wanderungen, die viel Wissenswertes aus Natur und Geschichte vermittelten. MAZ Osterspaziergaenger trotzten dem Wetter pdaArticleWide

Trotz denkbar schlechter Wetterbedingungen erlebten die rund 100 Besucher des MAZ-Osterspaziergangs am Sonnabend in Dreetz einige unterhaltsame Stunden in der noch recht unterkühlten Natur. Als Hausherr des Dreetzer Arboretums war Förster Roland Protz von Anfang an optimistisch. „Um 14 Uhr wird es auflockern und dann gehen wir wandern“, prophezeite er und behielt sogar Recht.

 

Er und die Aktiven des Fördervereins Dreetz hatten das Gelände wieder auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auf der Bühne unterhielten die Musiker von „Prignitzfolk“ die Gäste mit ihrer rein handgemachten Musik und ließen die Kälte fast vergessen. Der Lehmbackofen lieferte Brot und Kuchen. Am Feuer konnte man sich aufwärmen. Der „Osterhase“ des Dreetzer Jugendclubs verteilte kleine Überraschungen an die Kinder.

 

 

Viele Unterstützer fürs Programm

Im großen Holzpavillon stand die Dreetzer Feuerwehr am Bratwurstgrill. „Bei uns heißt das Motto heute: Darf’s auch ein bisschen mehr sein“, ulkte Wehrführer Thomas Dalchow. Mit rund 120 verkauften Bratwürsten waren die Feuerwehrleute am Ende ganz zufrieden.

Gleich nebenan boten Judith Fiedler, Petra Moring, Cordula Schulz und Isolde Steffen von der örtlichen Kita Kuchen aller Art an, den Erzieher und Eltern gebacken hatten. Angesichts der Umstände fielen die Einnahmen bescheidener aus als sonst. Ein bisschen was für den nächsten Kita-Ausflug kam aber zusammen. Der Perleberger Tierpark ist das Ziel.

 

Touren in die Natur und die Geschichte

Gegen 14 Uhr standen die Wanderungen an. Eine Tour übernahm Revierförster Roland Protz. Eine gute Stunde lang ging es durch das Arboretum mit seinen vielen Gehölzarten und weiter durch die Wälder rund um Lüttgen Dreetz.

Eine ganze Busladung Natur- und Geschichtsinteressierter stieg in den blauen RBB-Robur, der an diesem Tag zu Gast war. Joachim Ribbe berichtete den Mitfahrern Wissenswertes über die Pulverfabrik aus dem Zweiten Weltkrieg, deren Reste rund um Dreetz zu finden sind.

Zeitgleich machte sich Förster Michael Noack zusammen mit Heimatforscher Karsten Schmidt zu einer Rundtour auf den Weg. Etwa 15 Besucher begleiteten die Beiden. Karsten Schmidt zeigte anhand alter Fotos, wie das Sprengstoffwerk im Wald einst aussah. „331 Bunker und ein dichtes Netz von Betonstraßen wurden hier im Dreetzer Wald gebaut“, erklärte er.

Viel zu tun für die Forstwirtschaft

Am Weg stieß die Wandergruppe immer wieder auf große Holzstapel. Förster Michael Noack erläuterte: „All diese Bäume sind bei den Herbststürmen des vergangenen Jahres umgestürzt. Landesweit sind es geschätzt rund eine Million Festmeter Bruchholz. Ein Drittel davon liegt allein in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin.“

Von André Reichel und Alexander Beckmann

Aus http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/MAZ-Osterspaziergang-in-Dreetz2

Die Bildergalerie zum Osterspaziergang finden Sie unter http://www.maz-online.de/Lokales/Bildergalerien-Region/2018/4/Impressionen-vom-MAZ-Osterspaziergang#n29365921

Routenplaner

Route zum Arboretum. Bitte geben Sie Ihren Startpunkt ein. (Straße, Ort)

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